Leipzig gehört heute zu den attraktivsten und am schnell wachsenden Städten Deutschlands.
Vor allem im Westen von Leipzig fand nach 1990 ein rasanter Wechsel von der Schmuddelecke der Stadt zu einem begehrten Wohnviertel statt.
Plagwitz, ein Gassendorf in dem 1858 nur 358 Menschen lebten, hatte nur 30 Jahre später etwa 30 Tausend Einwohner. 1873 wurde hier der erste reine Industriebahnhof Europas gebaut. Es entstanden in einem verzweigten Gleisnetz, 37 Industrieanschlüsse und Ladestellen. Auf einer Fläche von nur einem Quadratkilometer drängten sich 105 Industriebetriebe in denen etwa 6000 Menschen Arbeit fanden.
1989 gab es in Plagwitz etwa 18000 Industrieelle Arbeitsplätze, Sechs Jahre später waren es nur noch 1500. Viele Betriebe mussten schließen, wurden abgewickelt. Der Stadtteil galt von der Bausubstanz her als unbewohnbar. Schon 1964 waren ein Drittel der Wohnbauten unzumutbar.
Inzwischen hat sich Plagwitz zu einem bevorzugten Wohnstandort , vor allem für junge Familien entwickelt. Im Dezember 2024 hatte der Stadtteil bereits wieder mehr als 24000 Einwohner.

Durch zahlreiche Künstler, Kulturschaffende, Existenzgründer ist der Stadtteil geradezu zu einem Synonym für ein kreatives Milieu und den Stadtumbau Ost geworden.
Wir starten am 28. Februar mit unserer kleinen Erkundungstour zwischen Tradition und Moderne am Bahnhof Plagwitz. Auf der Karl-Heine-Straße endet dann nach etwa 4 bis 5 Kilometern unser Spaziergang.
Wann: 28.02.2026
Treffpunkt: S Bahnhof Leutzsch Gleis 3 um 10.05 Uhr oder
Bahnhof Plagwitz bis 10.20 Uhr
Strecke: 4-5 Kilometer
Kosten: 1€ Mitglieder/ 2€ Gäste als Wandertaler + Fahrscheine ÖPNV
Text und Fotos: Dagmar Vorpahl (Quelle: Leipziger Spaziergänge- Plagwitz – Lehmstedt Verlag)

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